Gemeinsam Bayerns Natur schützen

Schmetterlinge

Thymian-Ameisenbläuling (Foto: Dr. Eberhard Pfeuffer)
Thymian-Ameisenbläuling (Foto: Dr. Eberhard Pfeuffer)
Bernd Bergmann leitet den AK Schmetterlinge
Bernd Bergmann leitet den AK Schmetterlinge

Insektensterben, „Aschaffenburg summt“, Blühflächen...viele Themen, die zurzeit den Natur- und Artenschutz in der Region und die Arbeit des Landesbunds für Vogelschutz betreffen, ähneln und überschneiden sich. Zu den Bestäuberinsekten, die so wichtig für den Erhalt unserer Landschaft, den Fortbestand der Blütenpflanzen und der Streuobstwiesen sind, zählen auch die Schmetterlinge. Die sympathischen Falter sind, wie so viele andere Artengruppen, im Rückgang begriffen und auf gezielte, fachlich sinnvolle Schutzmaßnahmen angewiesen. 

Nun hat sich rund um Bernd Bergmann ein neuer LBV-Arbeitskreis zum Thema „Schmetterlinge und Nachtfalter“ gegründet. Bereits seit seiner Kindheit ist Bernd Bergmann an Faltern interessiert und nahm schon im Alter von 11 Jahren an Treffen der älteren Schmetterlingfachleuten teil. So hat er im Lauf der Jahre sehr viel Erfahrung und Artenkenntnisse sammeln können, auch bei Kartierungen hier im Landkreis. 

Der neu gegründete Arbeitskreis wird sich ebenfalls mit Kartierungen, Bestimmungen und Beratungen befassen und auch mit konkreten Pflegemaßnahmen zum Schutz der Tag- und Nachtfalter beitragen. Im Rahmen von Führungen und Infoständen soll diese Insektengruppe außerdem viele Interessierte erreichen und über ihre Ansprüche aufklären. 

  

Weitere Schmetterlingsfreunde, die sich vielleicht auch schon lange mit den Faltern (=Gauklern der Lüfte) beschäftigen und Gleichgesinnte suchen, sind im Arbeitskreis herzlich willkommen. Dies gilt natürlich auch für Interessierte, die sich für Tag- und Nachtfalter einsetzen und etwas über sie lernen möchten. 

 

Ein Ziel ist auch, Entwicklungen und Vorkommen bestimmter Arten in Stadt und Landkreis Aschaffenburg festzustellen – so wie beim Kurzschwänzigen Bläuling. „Er ist in den letzten Jahren hier eingewandert und findet wohl durch den Klimawandel geeignete Bedingungen vor“, erklärt Bergmann. So können beim Beobachten der farbigen Schönheiten auch Artenverschiebungen bekannt werden – ein spannendes Feld, in dem sich hoffentlich noch viele Mitstreiter finden und einbringen!